Jeder Blogger kennt diese wiederkehrenden Phasen, in denen er sich fragt, ob er mit dem Bloggen weitermachen oder lieber aufhören soll. Ich bin seit einigen Wochen wieder in einer solchen Phase. Die entscheidende Frage dahinter ist doch: „Lohnt es sich?“
Eine ultimative Antwort habe ich für mich bisher nicht gefunden. Der finanzielle Aspekt fällt jedenfalls schon mal raus, da es sich hier um ein nichtkommerzielles Blog handelt. Reichweite? „Eigentlich“ uninteressant, aber irgendwie hätte ich schon gern die Gewissheit, dass ich da draußen ein paar Leser habe. Ansonsten könnte ich auch einfach offline in mein digitales Tagebuch/meine Personal Knowledge Base schreiben. Selbst dazu bin ich in den letzten Wochen aber wenig motiviert. Man kann sich ja auch einfach mal Dinge merken, statt sie aufzuschreiben. Und falls man sie dann doch wieder vergisst, ist das vielleicht auch gar nicht so schlecht für die „Hygiene“. Man, also zumindest ich, schleppt ja immer so viele Gedanken und Informationen so lange mit sich herum. Loslassen ist meist gesünder, aber oft nicht einfach.
Schweife ich gerade ab? Das ist jedenfalls auch ein Problem. Meine Aufmerksamkeitsspanne hat sich in den letzten Jahren deutlich reduziert. Dabei nutze ich noch nicht mal Social Media.
Dann wäre da noch der Punkt, dass ich beruflich schon den ganzen Tag vorm Rechner sitze. Da sollte ich zum Ausgleich in meiner Freizeit eigentlich lieber was mit Bewegung an der frischen Luft tun. Und ja, das tue ich in Form von Spaziergängen auch öfter, was dann aber natürlich zu weniger verfügbarer Zeit fürs Bloggen führt. (An diesem Beitrag schreibe ich bis hierher übrigens schon seit 35 min.)
Tja, was wird nun? Ich mache wohl erst mal weiter. Aber weiterhin mit geringer bzw. variierender Frequenz und eher kurzen Beiträgen.
Ergänzung: Oliver hat mit Kein Bock mehr. Gedanken über das Bloggen, das Alter und den Lärm. heute zufällig einen ähnlichen Artikel veröffentlicht.
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