Aufgabenverwaltung
Im Verwalten von Aufgaben bin ich echt schlecht. Auch schon immer gewesen. Wenn ich mal Aufgaben notiere, verstreue ich sie am liebsten über mehrere Systeme/Listen, in die ich nie wieder oder zumindest höchst selten schaue. Und falls ich doch mal wieder einen Blick hinein riskiere, dann ignoriere ich die Aufgaben, träge höchstens neue hinzu und erledige andere Dinge. – Ich erwarte an dieser Stelle jetzt mindestens 10 Rückmeldungen, dass es euch auch so geht. 😂
Und nun kam Jan mit Plain Text Productivity um die Ecke, was mich gleich wieder getriggert hat, denn mit diesem Kaninchenbau habe ich mich vor etlichen Jahren schon mal intensiv beschäftigt. Ich hatte z. B. Ben Hughes' todotxt.net unter Windows und Mark Janssens Simpletask unter Android im Einsatz. Aber auch am Org Mode für GNU Emacs versuchte ich mich. (Die Dateien von damals liegen hier sogar noch auf dem Rechner herum.) Das Personal Kanban Board probierte ich ebenfalls.
Long story „short“: Jedes System scheiterte jedoch an meinem damaligen Job (und teilweise auch an meinem mangelnden Durchsetzungsvermögen). Jedenfalls war nur wenig planbar, weil das Unternehmen meinte, es müsse sich quasi täglich neu erfinden (und dafür feiern), weshalb daher ständig die Prioritäten wechselten. Aufgaben mussten meist jetzt bzw. heute erledigt werden, egal, ob sie eingeplant waren oder nicht. Zum Feierabend hin fragte man sich zwar, was man so den ganzen Tag gemacht hatte, aber in der Aufgabenverwaltung hatte sich halt nichts bewegt und du trägst das dann auch nicht mehr nach, weil du endlich ins Bett willst, denn am nächsten Tag ging es ja wieder so weiter. Gut, dass ich da nicht mehr arbeite …
Zurück zu Jans Beitrag: Um u. a. meine Aufgabenseite im Blog und diverse verstreute Textdateien abzulösen, habe ich mir gestern Simpletask (fork) und sleek eingerichtet. Der Datenaustausch zwischen Android und Linux erfolgt per Syncthing, das hier eh schon lief.
In meinem derzeitigen Job brauche ich nicht viele Aufgaben zu verwalten, so dass das Setup jetzt nur für meine privaten Belange zum Einsatz kommt. Das macht's deutlich entspannter. Mal gucken, wie's so wird …