Chaos im Kopf
Seit Sonntagabend bin ich nach mehrstündiger Autofahrt wieder aus der Schweiz zurück. Abgesehen vom Einkauf von Lebensmitteln und dem Auspacken und Waschen von Klamotten habe ich gestern nichts weiter geschafft. Nach dem Mittagessen habe ich mich hingelegt und bin erst gegen 17 Uhr wieder aufgestanden. Ich habe aber nur kurz geschlafen und den Rest der Zeit mit dem Lesen von Blogs und anderen Webseiten verbracht. Und auch mit dem Nachdenken darüber, was ich gerade bzw. den Rest der Woche machen könnte. Da waren eine Menge Impulse, die kurz und hell aufflackerten, aber genau so schnell wieder verloschen: Was steht auf meiner „To-do“-Liste? Um Reha-Sport kümmern. Soll ich was über die Schweiz schreiben? Macht das Bloggen hier überhaupt Sinn? Warum schreibe ich überhaupt? Wenn es nur für mich selbst wäre, könnte ich das auch offline tun. Also erwarte ich wohl doch irgendwie einen Austausch mit meinen Lesern. Aber es gibt doch schon so viele Blogs und so viele Blogger können viel besser als ich formulieren. Warum sollte also jemand ausgerechnet mich lesen? Was ist mit meinen anderen Webpräsenzen? Schreibe ich lieber unter meinem echten Namen? Welche Konsequenzen hätte das möglicherweise? Auch anonym unterliege ich der Selbstzensur, denn jedes Detail vervollständigt das Puzzle über meine Person ein wenig mehr. Also alles löschen, damit irgendwann vielleicht Ruhe in meinem Kopf einkehrt?
Fragen sind doof. Antworten sind mir lieber. Vielleicht sollte ich AfD wählen. Die bieten so schön einfache Antworten.
In der Schweiz hatte ich solche Gedanken nicht. Da war ich beschäftigt und nur wenig allein.