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„Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich mich kürzer gefasst.“

To yoga

Wer mein Blog schon eine Weile verfolgt, der hat vielleicht noch im Hinterkopf, dass ich unter chronischen Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich leide. Die seit einigen Monaten aber irgendwie in Form von wechselnden Verspannungen immer mehr ins Gesäß ziehen. Ob das nun an schlecht versorgten Nerven liegt oder ein Ergebnis von permanenter Schonhaltung ist, die Experten wissen es nicht genau. Es käme beides infrage.

Jedenfalls habe ich in letzter Zeit von dreien dieser Experten die Aussage vernommen: „Versuchen Sie Yoga!“ Zuletzt am Dienstag von (m)einem Physiotherapeuten, der mich zwar kennt, aber bei dem ich schon sehr lange nicht mehr war. Die anderen beiden Experten waren mein neuer Orthopäde und ein Facharzt, welcher u. a. TCM anbietet und mich seit ein paar Wochen regelmäßig mit Akupunktur und Schröpfen „malträtiert“.

Nun, mit Yoga hatte ich vor ein paar Jahren schon mal ein bisschen angefangen, es für gar nicht so übel befunden, aber letzten Endes für mich keine Routine daraus machen können. Nachdem mir das Leben nun quasi gerade „YOGA!!!“ ins Gesicht schrie, nahm ich diesen „klitzekleinen Wink des Schicksals“ an und fütterte gestern YouTube mit dem Suchbegriff „yoga für anfänger“.

Ähm, na toll, riesige Auswahl. War ja klar, dass man sich wieder mal entscheiden muss. Da der Physiotherapeut was von ca. 10-15 Minuten für den Anfang gesagt hatte und gleich das erste Video von Mady Morrison in der Liste in diese Kategorie fiel, entschied ich mich direkt dafür, auch wenn es sich eigentlich um eine Morgenroutine handelt. Ich dachte mir, lieber mal mit Bewegung starten, als Stunden oder Tage vor dem Rechner bei der Suche nach dem perfekten Video zu prokrastinieren.

Also Fitnessmatte ausgerollt und losgelegt. Es wurde mir schnell klar: Aua! Nein, keine Bange, ich habe mir nichts verrenkt oder gebrochen, aber diese 10 Minuten waren für mich dennoch ein sehr (!) hartes Stück Arbeit, körperlich wie auch mental. Denn, wenn du dir als 50-jähriger Mann, der knapp 2 Meter groß ist, unter Rückenschmerzen leidet und schon mehrere Monate keinen (Reha-)Sport mehr gemacht hat, die damals 29-jährige, 1,62 Meter kleine Maddy, die regelmäßig Yoga macht, in ihrer ganzen Geschmeidigkeit anschaust, kann man doch bloß Depressionen bekommen, oder? Zumal mir ihre Erklärungen auch zu schnell gingen, denn ich habe nicht nur zwei linke Hände, sondern auch zwei linke Füße. „Bewegungslegastheniker“ eben.

Es hat im Kopf einige Anläufe gebraucht, bis ich die dargebotenen Bilder als Motivation im Sinne von „Schau, zu was der menschliche Körper, also in seinen individuellen Grenzen auch dein eigener, imstande ist, wenn man dranbleibt.“

Was war nun mit der körperlichen Arbeit? Ich habe bei den Übungen festgestellt, ich kann mich nicht einfach mal auf beide Fersen setzen oder auf die linke bzw. rechte Ferse und dabei das andere Beine von vorn ausgestreckt haben. Und dann gar noch den Oberkörper nach vorn beugen. Es ging einfach nicht! Dafür zog es viel zu sehr auf der Fußoberseite oder Oberschenkelrückseite. So steif/verspannt bin ich inzwischen geworden. Da hätte mich schon jemand mit Gewalt nach vorn drücken und anschließend vermutlich direkt den Rettungswagen rufen müssen.

„Dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer.“ sang im Jahr 2005 ein Xavier Naidoo, als seine, ich sage mal, „seltsame Sicht auf die Welt“ noch in weiter Ferne lag.

Auch wenn die 10 Minuten wirklich anstrengend für mich waren, taten sie mir doch ein bisschen gut und ich habe die Übungen heute Abend wiederholt.

PS: Habe wirklich ich diesen langen Beitrag verfasst? 😲

Gesundheit, Rückenschmerzen, Yoga, 2026-03, 2026

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